Eine Seefahrt, die ist lustig

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Vier Wochen auf dem Pamir Highway – Teil 3

Eine Seefahrt, die ist lustig,
Eine Seefahrt, die ist schön,
Denn da kann man fremde Länder
Und noch manches andre sehn.

So heißt es in einem bekannten Volkslied. Doch wer hätte gedacht, dass wir ausgerechnet im Pamir-Gebirge auf über 3.900 m zu unserer ersten „See-Fahrt“ dieser Reise kommen würden? Bevor es soweit ist, führt uns der Pamir Highway jedoch zunächst zu einigen weiteren Orten – jeder für sich interessant und sehenswert.

 

Station 1: Alichur

Nach unserem Abstecher in das beschauliche Dörfchen Bulunkul, fahren wir über eine staubige Schotterpiste wieder zurück zum eigentlichen Pamir Highway, einer gut zu befahrenden Asphaltstraße. Gut zu befahren? So meinen wir zunächst, als Thomas seinen Van auf eine seit langem nicht erreichte Geschwindigkeit von 80 km/h beschleunigt. Doch nachdem wir es uns gerade auf den Sitzen gemütlich gemacht haben, spüren und hören wir einen Schlag: „Rums“. Und unter quietschenden Reifen erneut: „Rums“. „Verdammter Mist!“ flucht Thomas vom Fahrersitz neben uns. Wie sich herausstellt, ist die Straße auf weiten Strecken in einem desaströsen Zustand. Neben Schlaglöchern gibt es immer wieder tiefe Spurrillen, bei denen wir Angst haben müssen, uns an den scharfen Rändern die Reifen aufzuschlitzen.

Knappe 50 Kilometer und 2 Stunden Fahrt später erreichen wir den kleinen Ort Alichur. Zum ersten Mal treffen wir dort ethnische Kirgisen, die einen großen Teil der Pamir-Hochebene Tadschikistans bewohnen. Ein auffälliges Erkennungsmerkmal sind die speziell geformten Kirgisenhüte der Männer, die uns bereits bei unserer Ankunft im Dorf ins Auge fallen. Unterkunft finden wir in einem kleinen, aber feinen, Homestay, von dem aus wir am Nachmittag den Ort erkunden.

Zurück auf dem Pamir Highway, der sich durch die Hochebene des Pamir-Gebirges schlängelt
Zurück auf dem Pamir Highway, der sich durch die Hochebene des Pamir-Gebirges schlängelt
Immer wieder werden wir durch Schlaglöcher und tiefe Spurrillen ausgebremst, wie auch das vor uns fahrende Shared Taxi
Immer wieder werden wir durch Schlaglöcher und tiefe Spurrillen ausgebremst, wie auch das vor uns fahrende Shared Taxi
In Alichur treffen wir zwei Brüder mit Kirgisenhüten
In Alichur treffen wir zwei Brüder mit traditionellen Kirgisenhüten
Auf einem Hausdach im Ort wird Kuhdung getrocknet, der später zum Kochen und Heizen Verwendung findet
Auf einem Hausdach im Ort wird Kuhdung getrocknet, der später als Brennmaterial Verwendung findet
Station 2: Murghab

Von Alichur aus fahren wir am nächsten Tag weiter Richtung Murghab, der Provinzhauptstadt des Pamir-Plateaus. Nach Wochen in Homestays bzw. im Zelt beziehen wir im einzigen Hotel der Stadt Quartier. Wir sind überrascht, so viele andere Individualtouristen hier zu treffen. Zwar gibt es auch in der „Pamir Lodge“ Gemeinschaftstoiletten und -duschen, aber endlich haben wir statt Matratzenlager mal wieder ein eigenes Zimmer mit gemütlichem großen Bett. Beim für uns ungewöhnlichen, jedoch überraschend gut bestückten Containermarkt Murghabs, decken wir uns mit neuen Vorräten ein und kaufen sogar leckere Bananen, nach denen wir schon seit vielen Tagen vergeblich gesucht hatten.

Leuchtende Felsen und ein tiefblauer Himmel begleiten uns auf dem Pamir-Plateau
Leuchtende Felsen und ein tiefblauer Himmel begleiten uns auf dem Pamir-Plateau
Nachdem die meisten Murmeltiere sofort Reißaus nehmen, sobald sie uns erblicken, präsentiert sich dieses Exemplar gerne für ein Foto :-)
Nachdem die meisten Murmeltiere sofort Reißaus nehmen, sobald sie uns erblicken, posiert dieses Exemplar gerne für ein Foto 🙂
Anfahrt auf Murghab. Kaum zu glauben, dass diese Berge über 4.000 m hoch sind.
Anfahrt auf Murghab. Kaum zu glauben, dass diese Berge über 4.000 m hoch sind.
Auf dem geschäftigen Containermarkt der Stadt bekommt man fast alles
Auf dem Containermarkt der Stadt bekommt man fast alles
Ein Geschäft von innen
Ein Container-Geschäft von innen
Station 3: Rangkul

Nach zwei Übernachtungen in Murghab packen wir erneut unsere sieben Sachen. Wir fahren weiter zum Dorf Rangkul, das nur 5 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt ist. Und tatsächlich blicken wir dort zum ersten Mal auf die Berge Chinas! Auf einmal beinahe in China zu sein, macht uns bewusst, wie weit wir inzwischen von zu Hause weg sind und wie weit wir schon gekommen sind, seit wir Deutschland vor fast vier Monaten verlassen haben. „Jetzt sind wir tatsächlich fast bis nach China gefahren, über Land, ganz ohne Flugzeug!“ Ein klein wenig stolz sind wir in diesem Moment dann doch 🙂

Nach einer kurzen Stärkung im Homestay mit Tee und frittierten Teigtaschen, machen wir uns auf, Rangkul zu erkunden. Schon beim Blick durchs Fenster bemerken wir, dass es draußen windig geworden ist. Als wir aus der Haustüre treten, stehen wir plötzlich im ersten waschechten Sandsturm unseres Leben. Thomas kramt noch schnell eine Skibrille aus seinem Fundus; wir können unsere Augen immerhin etwas mit unseren Sonnenbrillen schützen. Die schlechte Witterung lockt nur wenige Dorfbewohner ins Freie, sodass uns der Ort zunächst an eine Geisterstadt erinnert. Ein paar Tiere und Menschen finden wir im Laufe unseres Spaziergangs dann aber zum Glück doch noch.

Ein Sandsturm fegt über Rankul hinweg
Ein Sandsturm fegt über Rangkul hinweg
Thomas ist Dank Skibrille perfekt ausgerüstet
Thomas ist Dank Skibrille perfekt ausgerüstet
Gerne hätte wir das einzige Kamel aus der Nähe betrachtet, doch es wollte sich nicht einfangen lassen
Gerne hätten wir das einzige Kamel aus der Nähe betrachtet, doch es will sich nicht einfangen lassen
Über Brunnen versorgen sich die Einwohner Rankuls mit Wasser
Über Brunnen versorgen sich die Einwohner Rangkuls mit Trinkwasser
Lehmziegel trocknen in der Sonne
Lehmziegel trocknen in der Sonne
Ein Esel sucht im kargen Boden nach Essbarem
Ein Esel sucht auf dem kargen Boden nach Essbarem
Leo vor Laster :-)
Leo vor Laster 🙂
Ein Junge flüchtete sich vor dem Sandsturm nach Hause
Ein Junge flüchtete sich vor dem Sandsturm nach Hause
Auch wir suchen Zuflucht und Leo darf versuchen Garn zu spinnen
Auch wir suchen Zuflucht und Leo darf versuchen, Garn zu spinnen
Zwei Kinder neben einem Motor, der schon bessere Tage gesehen hat
Zwei Kinder neben einem Motor, der eindeutig schon bessere Tage gesehen hat

Nach einem sehr schmackhaften Abendessen und einer erholsamen Nacht wollen wir am nächsten Tag gerade aufbrechen, als vor dem Homestay ein Geländewagen stoppt. Carola und Giacomo steigen aus und kommen strahlend auf uns zu. Das Schweizer Pärchen, ebenfalls auf großer Reise, haben wir seit Langar im Wakhan Valley immer wieder an den unterschiedlichsten Orten getroffen. So ist es auch jetzt ein freudiges Wiedersehen und wir verabreden spontan, uns am Abend in Karakul, der letzten Station des Pamir Highways, wiederzutreffen.

 

Station 4: Karakul

Auf dem Weg nach Karakul wollen wir uns den hübschen Rangkul-See anschauen und stoppen in einiger Entfernung vom Ufer. Wir spazieren in Richtung Wasser, als wir zunächst ein leises, dann immer lauter werdendes Summen vernehmen. Durch unsere Schritte aufgescheucht, stürzt sich ein Schwarm augenscheinlich bluthungriger Moskitos auf uns. Entkommen unmöglich. Versuchen wir zunächst, uns mit einem Mückenspray zur Wehr zu setzen, müssen wir unseren Versuch nach wenigen Sekunden als gescheitert ansehen. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als ins Auto zu flüchten, um nicht an Armen, Füßen und Kopf mit Stichen übersät zu werden. Und selbst hier brauchen wir eine Weile, bis wir auch die letzte Mücke durch das spaltbreit geöffnete Fenster nach draußen befördert haben.

Abschied von der Gastfamilie unseres Homestays
Abschied von der Gastfamilie unseres Homestays in Rangkul
Kurz vor der Abfahrt treffen wir Carola und Giacomo aus der Schweiz
Kurz vor der Abfahrt treffen wir Carola und Giacomo (v.l.) aus der Schweiz
Um uns vor den Moskitos zu schützen, spendiert Thomas eine Runde Mückenspray
Um uns vor den Moskitos zu schützen, spendiert Thomas eine Runde Mückenspray
Leider hilft es nichts und wir müssen die Flucht ergreifen :-)
Leider hilft es nicht und wir müssen die Flucht ergreifen 🙂

Bevor wir unser Nachtquartier in Karakul erreichen, wartet allerdings noch der Ak-Baital, der mit 4.665 m höchste Pass des Pamir Highways, auf uns. Über Serpentinen immer höher und höher hinauf schraubt sich die Gebirgsstraße und Thomas muss in die niedrigsten Gänge schalten, da seinem Toyota im wahrsten Sinne des Wortes die Luft auszugehen droht. Kurz vor dem Gipfel treffen wir unerwartet auf Sophie und Tally, zwei Radfahrerinnen aus Neuseeland und Kanada, die wir im Hotel in Murghab kennengelernt hatten. Während wir gemütlich im Auto hoch auf den Pass fahren, müssen die beiden, nach Luft ringend, ihre Räder samt Gepäck die letzten Meter schieben. Zur Belohnung nehmen wir sie auf dem Gipfel in Empfang und kochen ihnen einen Kaffee auf Thomas‘ Campingkocher.

Auf dem Weg nach Karakol fuhren wir viele Kilometer entlang des Grenzzauns zu China
Auf dem Weg nach Karakul fahren wir viele Kilometer entlang des Grenzzauns zu China
Es geht hinauf auf den Ak Baital, den höchsten Pass des Pamir Highways
Es geht hinauf auf den Ak-Baital, den höchsten Pass des Pamir Highways
Kurz vor dem Gipfel überholen wir zwei tapfere Radfahrerinnen
Kurz vor dem Gipfel überholen wir Sophie und Tally, die zwei tapferen Radfahrerinnen
Blick zurück auf die Pamir-Hochebene. Unten sieht man die beiden Radlerinnen als kleine Punkte.
Blick zurück auf die Pamir-Hochebene. Unten erkennt man die beiden Radlerinnen als kleine Punkte.
Am Gipfel machen wir Pause und auch Sophie und Tally müssen sich nach den Strapazen stärken
Am Gipfel machen wir Pause und auch Sophie und Tally müssen sich nach den Strapazen stärken
Vom höchsten Punkt aus geht es bergab Richtung Karakol
Vom höchsten Punkt aus geht es bergab Richtung Karakul
Kurz vor dem Ortseingang treffen wir auf eine Herde Yaks, die in der Abendsonne grasen
Kurz vor dem Ortseingang treffen wir auf eine Herde Yaks, die in der Abendsonne grast
Als wir in Karakol ankommen, senkt sich die Sonne bereits über dem Karakol-See
Als wir in Karakul ankommen, senkt sich die Sonne bereits über dem See

Im Homestay in Karakul treffen wir am Abend Carola und Giacomo, die schon vor Stunden angekommen sind. Mit ihrem ortskundigen Fahrer und seinem Geländewagen sind sie bereits am Vormittag winkend an uns vorbeigefahren. Da Karakul inmitten einer idyllischen Landschaft aus Bergen und Weideland direkt am Karakul-See liegt, beschließen wir, den kommenden Tag hier gemeinsam zu verbringen. Zum Spaß fragen wir die Herbergsfamilie, ob sie nicht ein Boot hätte, mit dem wir den See erkunden könnten. Ein paar Minuten und einige Telefonate später berichten sie uns zu unserer Überraschung, dass sie ein Boot für uns organisiert hätten.

Am nächsten Morgen sind wir uns zunächst nicht ganz sicher, ob es wirklich zu unserem Bootsausflug kommen wird, denn noch ist kein Boot zu sehen. Doch nach dem Frühstück hupt es plötzlich vor der Türe und ein Nachbar bringt mit seinem Geländewagen ein zusammengefaltetes Schlauchboot vorbei. Es ist ziemlich verstaubt und sieht aus, als ob es schon lange nicht mehr benutzt worden ist. Alle packen mit an und eine gute Stunde später ist das Boot aufgebaut und auch wir bereit zur Abfahrt. Bevor die Fahrt jedoch beginnen kann, müssen wir unserem Herbergsvater einen Zettel schreiben und ihn damit von möglichen Schadensersatzansprüchen freisprechen. Nun kann es losgehen! Mit dem Auto fahren wir hinunter zum See, wo jedem eine Schwimmweste und ein Helm ausgehändigt wird. Wir freuen uns über so viel Sicherheitsbewusstsein, doch da wir nicht im Wildwasser, sondern auf dem ruhigen Karakul-See herumschippern wollen, verzichten wir auf die Helme.

Leo und Giacomo melden sich freiwillig als erstes Ruderteam und alsbald geht es im Gleichschlag hinaus auf den See. Als nach einer guten Stunde eine der Ruderösen am Boot bricht, beschließen wir, eine Pause zu machen und danach vorsichtshalber zurück Richtung Ausstiegsstelle zu paddeln. Ohne Ruderöse muss die Rudertechnik geändert werden und so bringen Thomas und ich uns im Kanadier-Einstich zurück zum Ufer. Der unerschrockene Thomas gönnt sich anschließend noch ein kurzes Bad im See; allen anderen ist das Wasser dann doch ein paar Grad zu kalt 🙂

Unsere Gastfamilie zaubert für uns ein eingestaubtes Schlauchboot aus dem Hut
Unsere Gastfamilie zaubert für uns ein eingestaubtes Schlauchboot aus dem Hut
Thomas bereitet sich auf die anstehende Bootsfahrt vor :-)
Thomas bereitet sich auf die anstehende Bootsfahrt vor 🙂
Das erste Ruder-Team versucht, sich auf Gleichschlag zu bringen
Das erste Ruder-Team bringt sich auf Gleichschlag
Mit Kanadier-Technik geht es zurück zum Ufer
Mit Kanadier-Technik geht es zurück zum Ufer

Erschöpft vom Rudern, aber glücklich, machen wir am Abend noch einen Spaziergang durchs Dorf und schauen uns den Sonnenuntergang direkt über dem See an. Was für ein schöner Tag! Karakul ist für uns ein weiteres Highlight auf dem Pamir Highway, was neben der tollen Landschaft natürlich auch an der unerwarteten Bootstour liegt. Für mich besonders beeindruckend sind die vielen Yaks, die hier wie friedliche Riesen am Seeufer grasen. Daher ist es ein schöner Zufall, dass nach dem Ruderausflug direkt vor unserer Unterkunft ein wenige Monate altes (und erstaunlich kräftiges) Yak vorbeikommt, das ich kurz festhalten darf 🙂

Abendspaziergang durch Karakol
Abendspaziergang durch Karakul
Trotz Sonne ist es schon ziemlich frisch geworden
Trotz Sonne ist es schon ziemlich frisch geworden
Die idyllische Landschaft im schönen Abendlicht
Die idyllische Landschaft im schönen Abendlicht
Im „Eskimoanzug“ ist Leos Laune bestens
Im „Eskimoanzug“ ist Leos Laune bestens
Blick über den Karakol-See
Blick über den Karakul-See
Das Fenster zum Pamir-Gebirge :-)
Das Fenster zum Pamir-Gebirge 🙂
Auch hier sind die Toiletten von einem schönen Panorama umgeben
Auch hier sind die Toiletten von einem schönen Panorama umgeben
Ich darf das Baby-Yak halten, das sich nach Kräften dagegen wehrt
Ich darf das Baby-Yak halten, das sich nach Kräften dagegen wehrt
Station 5: Tschüss Pamir Highway!

Am nächsten Tag machen wir uns auf in Richtung Kirgisistan. Nach fast einem kompletten Monat auf dem Pamir Highway verlassen wir Tadschikistan. Vier abwechslungsreiche Wochen auf einer der höchsten Gebirgsstraßen der Welt liegen hinter uns. Jeder Tag war anders, nie wurde es langweilig. Einige Entbehrungen mussten wir in Kauf nehmen: Die Straßen waren schlecht und unbequem, stundenlang saßen wir täglich im Auto; unsere Unterkünfte waren fast immer schlicht, richtig duschen konnten wir nur selten; das Essen war meist einfach und manches Mal eintönig; mein in den Bergen lädiertes Knie schmerzt nach langem Sitzen auch heute noch.

Und dennoch war es eine gute Entscheidung, unsere Reisepläne spontan zu ändern und ein Land zu besuchen, von dem wir vor dieser Reise so gut wie nichts wussten. An spektakuläre Bergpanoramen, tiefe Schluchten, den wilden Panj-Fluss, die Nähe zum friedlich wirkenden und sonst so unerreichbaren Afghanistan, die mächtigen Yaks, Lagerfeuer unterm Sternenhimmel, unzählige Snickers als Snack zwischendurch, die herzlichen Bewohner und nicht zuletzt die lustige See-Fahrt auf dem Karakul-See werden wir uns noch lange und gerne erinnern!

Bye bye Pamir Highway, bye bye Tadschikistan! :-)
Bye-bye Pamir Highway, bye-bye Tadschikistan! 🙂

6 Comments

  1. Hallo Ihr 2,
    nach dem Artikel in der AZ habe ich mich auf Euerm Blog abonniert und mit Spannung Eure Reise durch Tadschikistan verfolgt. Es war für mich so viel bekanntes dabei (Blicke nach Afghanistan, Khorog, Murghab, Ak Batail Pass, Chinesischer Grenzzaun, Karakul See, etc.etc ) das mich freute wieder mal sehen zu können, nachdem ich 2013 mit einem 7,5t LKW und 2 Freunden durch dieses herrliche Land fuhr. Was für eine gute Idee von Euch Tadschikistan spontan zu besuchen. Leider kamen wir damals nicht in den Wakhan Korridor. (Wir fuhren damals weiter über Kirgisien, Kasachstan, Süd Sibirien in die Mongolei; unser Blog : http://www.herhardt.de)
    Ich werde weiter mit Spannung auf Eure Berichte warten und wünsche Euch noch viel Glück und viele Erlebnisse auf Eurer weiteren Reise.
    VG, Rainer (aus Augsburg)

    1. Hallo Rainer,

      freut uns, dass Du durch den AZ-Artikel auf uns aufmerksam geworden bist. Tadschikistan war wirklich ein Highlight unserer bisherigen Reise. Cool, dass ihr die Tour damals mit einem LKW gemacht habt! Die Grenzübertritte stellen wir uns damit ganz schön zeitaufwenig vor, oder geht es? Auf eurem Blog habt ihr angekündigt, dass ihr für 2015 eine neue Tour plant. Ist es dazu gekommen?

      Viele Grüße aus China, wo wir vor ein paar Tagen angekommen sind!
      Sebastian & Leo

      1. Hallo Sebastian & Leo,
        ja, vor den Grenzübertritten hatten wir ursprünglich auch Respekt, da wir befürchteten z.B. in die LKW Schlangen eingereiht zu werden und lange Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Deshalb hatten wir uns auch Schilder gedruckt auf russisch: „Das ist kein LKW, das ist ein Wohnmobil“ die wir hinter die Windschutzscheibe legten. Die Grenzübertritte klappten (deshalb?) auch immer ohne Probleme und Wartezeiten, bis auf den Übertritt von Kirgisien nach Kasachstan, wo der Grenzer uns die Sache mit dem „Wohnmobil“ nicht abnahm und partout ein LKW Grenzübergangsformular für LKW verlangte, das wir natürlich nicht hatten; der Grenzer bestand auf unserer Eigenschaft als LKW: „…ihr transportiert ein Haus…“ . Alternativ wollte er 90 US$, die wir nicht zu zahlen bereit waren. Dieser Genzer hatte einen Schwiegersohn der Deutsch sprach, und der uns nach weiteren zähen Verhandlungen irgendwann sagte: “ geben Sie meinem Schwiegervater 10$ damit er sein Gesicht nicht verliert“; so machten wir es, und schon waren wir in Kasachstan.
        Ich bin seit 2013 nicht mehr mit „MANi“ dem LKW unterwegs gewesen, aber mein Freund und Besitzer des Fahrzeugs war dieses Jahr in Skandinavien bis am Nordkapp und kam erst vor ein paar Tagen zurück. Nicht so abenteuerlich wie Zentralasien, aber immerhin.
        Euch weiterhin alles Gute und gute Heimkehr, ich bleib am Ball/Blog während ihr durch China tourt.
        Grüße aus Datschiburg, Rainer

        1. Hallo Rainer,

          da wart ihr ja sehr kreativ bezüglich LKW als Wohnmobil! Witzige Idee und es hat sogar funktioniert… 🙂 Bestechungsgeld mussten wir bislang zum Glück auch noch nicht bezahlen.

          Viele Grüße aus China, wo der Internetzugang nicht ganz so einfach ist, wie in den Ländern zuvor.

          Sebastian & Leo

  2. Hallo, Hallo, Beindruckend!
    Eure Erlebnisse und Fotos.

    Zweimal hab ich Eure Adresse heut schon weitergegeben.
    Ich kann ab morgen drei Wochen an einer gefuehrten Exkursion in Armenien teilnehmen und sitze im Hostelgemeinschaftsraum am Computer, den mir ein freundlicher polnischer Geschichtsstudent einrichtete. Mit ihm und acht weitern Personen aus der halben Welt waren wir zu vier Kloestern, oft mit Blick zum Ararat, unterwegs. Abends war es nicht moeglich, zuviel dicke Luft. Lunch bei einer Familie und wine-tasting rundeten die Erlebnisse ab. Ein Paerchen wird auch Kirgisien in weiterer Reisegruppe besuchen, wo ihr ja gerade seid.
    Gestern hatte ich einen Museumstag in Jerewan, einem Ziel, durch die mir dem romanischen aehnliche Baukunst seit den 80iger jahren anvisieretem Reiseziel, von der DDr ggfs. mit Glueck erreichbar.
    Ich danke Euch fuer Eure Mitteilungen und wuensche Euch weiterhin viel Glueck, was ich auch schon viel hatte. In der letzten Woche, als ich ohne eigenes handy die schon seit 2 Wochen laufende Exkursion gerade recht guenstig, weil es in Tbilissi war, ich mich von dem Organisator, Dr. Konstantin K. mit seinem cacsee-Reisebuero aktiv, entern lassen wollte.
    Herzliche Gruese von Hanno.

    1. Hallo Hanno,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung und die Bewerbung unseres Blogs 🙂 Toll, dass Du nun selbst auch unterwegs bist und Armenien erkunden kannst. Wir sind gespant, ob man Deine Fotos anschließend auch bewundern kann!?

      Wir wünschen Dir viel Spaß und tolle Erfahrungen bei Deiner Reise!
      Beste Grüße von Sebastian & Leo

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