Trekking in den Simien Mountains

Starkes Mädchen in den Simien-Mountains

Nachdem wir durch unseren Freund Alfa beim Augsburger Erzählcafé über die Wassersituation in Äthiopien viel Spannendes über das am höchsten gelegene Land Afrikas erfahren haben, sind wir neugierig geworden und beschließen, unseren Jahresurlaub im April 2015 in Äthiopien zu verbringen. Da wir schon viel gereist sind, jedoch noch nie in Afrika unterwegs waren, sind wir dieses Mal besonders aufgeregt, was uns erwartet.

Wie meistens sind wir mit Rucksack und Reiseführer unterwegs und haben im Vorfeld nur das Hotel am Ort unseres ersten Stopps gebucht. In diesem Fall ist das Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba, wo wir unter anderem eine von einer Bekannten von Leos Oma mitgegründete Schule für behinderte Kinder besuchen.

dsc_6439
Leo mit Schulleiterin Almaz und Kassaye, unserem Fahrer
dsc_6440
Die 13 (!) Monate des Jahres in äthiopischer Schrift
dsc_6441
Die Schule verfügt über einen speziellen Physiotherapie-Raum
dsc_6444
Almaz zeigt uns den Wasservorrat, der zur Bewässerung des Schulgartens verwendet wird
dsc_6455
In der Schulküche wird auf einer Art Waffeleisen Injera hergestellt
dsc_6458
Das säuerlich schmeckende Fladenbrot darf bei keiner äthiopischen Mahlzeit fehlen
dsc_6486
Kassaye ist unser Fahrer in Addis und bringt uns stets sicher ans Ziel

Von Addis Abeba aus fahren wir mit dem Bus nach Bahir Dar weiter im Norden und besichtigen dort bei einer Bootstour auf dem Lake Tana die zahlreichen Inseln mit ihren historischen Rundkirchen.

dsc_6544
Ein Fischer überquert mit seinem Kanu den See
dsc_6558
Die Rundkirche Debra Mariam
dsc_6572
Am Eingang begrüßt uns der Priester
dsc_6610
Die Inselbewohner warten auf das sich nähernde Schiff
dsc_6615
Allerlei Waren werden verladen, um sie auf dem Festland zu verkaufen
dsc_6621
Ein Mädchen bekommt Mandarinen für die Überfahrt zugesteckt

Ein weiterer Ausflug von Bahir Dar aus führt uns zu den Blue Nile Falls. Leider führt der Blaue Nil gerade wenig Wasser; zudem wird Wasser für ein Wasserkraftwerk abgezweigt. Dadurch sind die Wasserfälle während unseres Besuchs nicht wirklich spektakulär – schön war’s trotzdem!

dsc_6704
Eigentlich wissen wir schon wo’s lang geht. Doch der junge Guide weiß, wie ein Geschäft zu machen ist.
dsc_6715
Die brütende Mittagshitze macht uns zu schaffen
dsc_6731
Ein riesiger Baum spendet wohltuenden Schatten
dsc_6744
Der erste Blick auf den Wasserfall
dsc_6761
Doch eher ein Rinnsal. Mit viel Wasser bestimmt noch etwas beeindruckender.

Von Bahir Dar geht es weiter nach Gondar, wo wir die historische Festungsstadt Fasil Ghebbi besichtigen. Auch organisieren wir hier über eine Agentur eine viertägige Trekking-Tour in den Simien Mountains.

dsc_6840
Das Gemäuer ist unter Baumwurzeln verschwunden
dsc_6849
Wurzelwand
dsc_6857
Ein Geier im Landeanflug
dsc_6908
Fasil Ghebbi in der Abenddämmerung

Am nächsten Morgen brechen wir bei Sonnenaufgang in Richtung Berge auf. Mit dabei sind neben unserem Guide Asif und einem bewaffneten Scout noch zwei Deutsche sowie eine Holländerin, die wir zufälligerweise bereits in Addis kennengelernt hatten. Leider geht dem Minibus gleich zu Beginn die Puste bzw. das Benzin aus. Zum Glück kann der Fahrer kurzfristig Benzin auftreiben und so holt er uns nach einem kleinen Fußmarsch wieder ein.

dsc_6952
Unser Bus macht schlapp und so geht es erst einmal zu Fuß weiter
dsc_6954
Frisch betankt setzen wir die Reise fort
dsc_6955
Sebastian zeigt bei einem kurzen Zwischenstopp seine Ballkünste
dsc_6956
Nach einer ersten, kleineren Wanderung bauen wir das Zeltlager auf
dsc_6957
Beim Frühstück am nächsten Morgen ist die Stimmung bestens

Am zweiten Tag steht die erste richtige Wanderung an. Neben spektakulären Bergpanoramen begegnen wir immer wieder den wild lebenden Gelada Baboons, die ausschließlich im Hochland Äthiopiens vorkommen.

dsc_7007
Eine Affenfamilie überquert vor uns die Straße
dsc_7008
Körperpflege ist bei den Gelada Baboons Pflicht!
dsc_7085
Leo genießt die Aussicht auf das Bergpanorama
dsc_7113
Die imposante Größe und das mähnenartige Fell verleihen den Männchen Respekt
dsc_7114
Dem hier sollten wir lieber nicht zu nahe kommen
dsc_7115
Immer wieder kommen auch Erzraben in unsere Nähe, die auf einen Anteil unseres Vespers hoffen

Da der Rest der Gruppe nur eine zweitägige Wanderung gebucht hat, sind wir ab dem dritten Tag mit dem Guide und dem Scout alleine unterwegs. Ab nun geht es in immer größere Höhen hinauf (ca. 4.000m). Die dünne Luft macht uns zunehmend zu schaffen und vor allem bei den teils steilen Aufstiegen kommen wir nur langsam voran. Doch die tollen Ausblicke und die zufällige Begegnung mit zwei Hirtenkindern entschädigen uns für die Strapazen.

dsc_7340
Müde aber glücklich erreichen wir den Rastplatz für die Mittagspause
dsc_7341
Stolz präsentiert unser Scout seine (ungeladene?) Waffe
dsc_7365
Auf einer Hochebene begegnen wir zwei Hirtenkinder mit ihrer Schafherde
Etwas schüchtern posiert das Mädchen mit einem Lämmchen
dsc_7375
Auch wir dürfen ran und ein Schaf einfangen
dsc_7378
Die wolligen Tiere sind leichter als gedacht

Nach einer weiteren Nacht im Zelt wandern wir am letzten Tag bis auf den Gipfel des Mount Bwahit (4.437m), wo wir nach großer Anstrengung durchgeschwitzt ankommen. Geschafft!

dsc_7429
Wow! Sehr coole Aussicht!
dsc_7431
Beim Aufstieg kreuzt ein Walia Ibex mit imposantem Geweih unseren Weg
dsc_7507
Endlich oben! Bei der dünnen Luft wird jeder Schritt schwer.
dsc_7514
Juhu wir sind am Ziel!
dsc_7515
Unsere Mannschaft: Sebastian, Asif (Guide), Koch, Scout, Küchengehilfe, Eselbetreuer für’s Gepäck, Leo

Nach unserer Trekking-Tour fliegen wir von Gondar aus zum Pilgerort Lalibela, um dort die in Stein geschlagenen äthiopisch-orthodoxen Kirchen zu besichtigen. Auch haben wir dort Gelegenheit, die typisch äthiopische Fasting Platter mit den vielen verschiedenen Soßen und Beilagen zu probieren. Lecker!

dsc_7631
Blick auf die eindrucksvolle Bete Giyorgis
dsc_7632
Mit einem Mangosaft und gutem Essen lässt es sich aushalten
dsc_7633
Äthiopische Fasting Platter

Unser letzter Stopp in Äthiopien ist das Städtchen Awasa. Dort besuchen wir den lokalen Fischmarkt und treffen zufällig den berühmten Langstrecken-Champion Haile Gebrselassie 🙂

dsc_7807
Ein Nilpferd im Lake Awasa
dsc_7849
Früh morgens sind die Fischer an Land zurückgekehrt
dsc_7850
Nachdem der Fang entladen ist, müssen die Netze geordnet werden
dsc_7851
Die Marabus hoffen auf ihren Anteil vom Fang
img_25781
Haile Gebrselassie begrüßt uns sehr freundlich und steht gerne für einen Schnappschuss bereit

Unsere drei Wochen in Äthiopien haben uns sehr gut gefallen. Absolutes Highlight war die 4-tägige Trekking-Tour in den Simien Mountains. Mit Bus und Inlandsflügen konnten wir uns ohne Probleme fortbewegen und haben uns zu jeder Zeit sicher gefühlt. Absolut empfehlenswertes Reiseziel in Afrika!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.